Wie alles begann

Nach der überschwenglichen Freude beim positiven Pinkeln auf den Schwangerschaftstest aus der Apotheke und den glasigen Augen nach dem ersten Ultraschall inklusive Gratulation des Frauenarztes kommt sie…..die Sorge!

Die gesamte Schwangerschaft hindurch halten sich Freude (eben übers Schwanger sein) und Furcht (geht alles gut?) die Waage. Ildikó von Kürthy schreibt in ihrem Buch “Unter dem Herzen”: Ich ringe mit mir, meinen Frauenarzt zu bitten, in unser Gästezimmer zu ziehen. Nur zur Sicherheit und bloß für die nächsten acht Monate.

Wir haben auch ein Gästezimmer, belassen es aber bei der Ultraschall-Flat. Im Zeitalter von All inclusive und Flatrates gibt es auch die Ultraschall-Flatrate. All you can beschallen!

Weniger für mich, für mich sehen die Ultraschall-Bilder sowieso aus wie Satellitenaufnahmen vom Ozonloch. Vielmehr soll sich der Arzt regelmäßig (täglich?) ein ordentliches Bild über den ordnungsgemäßen Zustand meines Nachwuchses machen.

Meine Frage, ob die Nabelschnur korrekt liegt oder sich schon mehrmals um den Hals geschlungen hat, beantwortete er sichtlich amüsiert, das vier Wochen nach der Befruchtung noch keine Gefahr von dieser ausginge. Meine Bitte, er möge doch noch mal genauer schauen, ignorierte er. Aha…. der Herr hat wohl besseres zu tun!? Irgendwie war ich der Meinung, er geht nun mit einem Megaphon durch die Praxis und schickt die anderen nach Hause, um acht Stunden täglich für uns da zu sein.

Tja….sein Leben geht normal weiter, während sich meines gerade auf den Kopf stellt!