Erster Brief für Kohni-Sohni

Am vierten Tag nach der Geburt durfte ich meine Familie  nach Hause holen. Dort angekommen schaute meine Frau zuallererst in den Briefkasten und staunte…. unser nur wenige Stunden alter Filius hatte Post.

Von Bayern München!?

Sie sah mich fragend an. Ich schaute in die Luft und pfiff leise vor mich hin, während sie den Brief las.

“Du hast ihn bei Bayern München angemeldet???”
Dackelblick
“Meinst du nicht, dass Kinder- und Elterngeld beantragen wichtiger ist?”

Ich: “Nein!”

 

 

 

James Bonding – Die Lizenz zum Kuscheln

Nach der Geburt und dem medizinischen Check durften wir drei uns in einem ruhigen Zimmer ausruhen. Die Mama ruhte im Bett, das Baby lag zum Bonding auf der dafür extra unrasierten Brust des Vaters. Mit diesem Brusttoupet sah ich aus wie Dieter Thomas Kuhn, aber ich wollte unbedingt vermeiden, dass mögliche Stoppeln seine zarte Babyhaut zerkratzen. So lag er auf meiner Brust und machte genau die Schlafgeräusche, mit denen ich sonst meiner Frau den Schlaf raube.

Später dann sind Vater und Sohn von der Hebamme zum Maße nehmen abgeholt worden. Er wurde gewogen, Körperlänge und Kopfumfang gemessen und ein Fußabdruck gemacht. Was sich jetzt so einfach anhört, gestaltete sich allerdings schwierig, da der Kleene überhaupt keinen Bock darauf hatte. Er wehrte sich mit Händen und Füßen und schrie so laut, dass sogar die Hebamme sagte, sie habe noch nie ein neugeborenes Baby so laut schreien hören. Naiv, wie nur ein unerfahrener Vater sein kann, dachte ich, es sei ein Kompliment und lächelte stolz.
Da dieses Schreien später auch im MaxiCosi, im Auto, im Kinderwagen, im Beistellbett usw. ertönte, ist mir das Lachen schnell vergangen.