Anruf bei meiner Krankenkasse

“Guten Tag, ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich Vater geworden bin und drei Jahre in Elternzeit gehe.”
“Herzlichen Glückwunsch! Dann ist Ihr Kind bei uns mitversichert.”
“Nein! Das ist bei der Mutter krankenversichert.”
“Ach…. dann sind Sie auch bei der Mutter familienversichert?!”
“Nein, ich bin weiterhin bei euch versichert…. allerdings beitragsfrei.”
“Ach was….. das geht??”
“Ja. Soll ich Ihnen eine Bescheinigung meines Arbeitgebers über meine genehmigte Elternzeit schicken?”
“Nein nein…… ich schicke Ihnen ein Formular.”

Das Formular kam und sollte laut Anschreiben ausgefüllt im beigefügten frankierten Rückumschlag zurückgesendet werden.
Allerdings bezogen sich die anzukreuzenden Punkte auf Schwangerschaft, Mutterschutz usw.. Also eindeutig nur für die Mutter. Für einen Vater der in Elternzeit geht, gab es keine Möglichkeiten, ein Kreuzchen zu machen.
Und der versprochene frankierte Rückumschlag war auch nicht dabei.

Wieder angerufen, neuer Mitarbeiter

“Guten Tag, ich habe bereits vor ein paar Tagen angerufen, um Ihnen mitzuteilen, dass ich Vater geworden bin und drei Jahre in Elternzeit gehe.”
“Herzlichen Glückwunsch! Dann ist Ihr Kind bei uns mitversichert.”
“Nein! Das ist bei der Mutter krankenversichert.”
“Ach…. dann sind Sie auch bei der Mutter familienversichert?!”
“Nein, ich bin weiterhin bei euch versichert…. allerdings beitragsfrei.”
“Ach was….. das geht??”
“Ja.”
“Dann schicke ich Ihnen ein Formular”
“Das habe ich doch bereits nach meinem ersten Anruf erhalten. Allerdings gibt es für mich als Vater keine Ankreuzmöglichkeiten. Das Formular ist komplett auf die Mutter zugeschnitten”
Mmh… ja….dann weiß ich auch nicht. Sind Sie telefonisch erreichbar? Dann ruft Sie gleich mal eine Kollegin zurück.”

Eine Stunde später klingelt das Telefon

“Guten Tag, hier ist Ihre Krankenkasse. Sie haben um Rückruf gebeten. Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?”
“Guten Tag, ich wollte Ihnen lediglich mitteilen, dass ich Vater geworden bin und drei Jahre in Elternzeit gehe.”
“Herzlichen Glückwunsch! Dann ist Ihr Kind bei uns mitversichert.”
Nein! Das ist bei der Mutter versichert.
“Ach…. dann sind Sie auch bei der Mutter familienversichert?!”
Na-hein, ich bin weiterhin bei euch versichert…. allerdings beitragsfrei.”
“Ach was….. das geht??”
“Jaaa.…. aber ihr habt mir ein Formular für eine Mutter geschickt!!!!”
“Mmh… ich werde das noch mal im Kollegenkreis besprechen und Sie wieder anrufen.”

Zwei Stunden später – viertes Telefonat – vierte Mitarbeiterin

“Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs! Schicken Sie uns doch bitte eine Kopie der Bescheinigung Ihres Arbeitgebers über Ihre genehmigte Elternzeit. Das genügt uns!”
“Gute Idee…. da hätte ich auch gleich drauf kommen können”