Es geht los!

Fünf Stunden nach dem Kaffee mit Wumms, oder wie ich sagen würde mit Koffein, aber ohne Wumms, und drei Stunden nach einer bizarren Übung, bei der ich mich an einem in der Zimmerdecke verankerten Tuch festhielt und meine Frau mit betäubtem Unterkörper auf meinen Oberschenkel saß und ich dabei mindestens einen bleibenden Knieschaden davontrug, gaben wir auf. Zweieinhalb Tage nach Einlieferung und Start der Einleitung siegte der Muttermund. Doch keine spontane Geburt. Kaiserschnitt!

Wir wurden in den OP geschoben. Das heißt, meine Frau wurde geschoben, ich konnte ja gehen. Wir betraten den OP auch nicht gleichzeitig; ich musste mich erst noch umziehen. Blaue Hose, blaues Hemd, blaue Haube, blauer Mundschutz… ich sah aus wie Sascha “ich war jung und brauchte das Geld” Hehn in der Schwarzwaldklinik. Und hätte ich so vermummt laut gesagt: “Mein Name ist Dr. Brinkmann, ich bin der Neue, ich übernehme!”….. wer weiß…? Aber ich wollte ja auch lieber am Kopfende bei meiner Frau sein.

Und dann ging alles sehr schnell und ein kerngesunder Schreihals begrüßte seine Eltern. Vom 55stündigen Kampf gegen den sturen Muttermund sah der Kleine ziemlich mitgenommen aus (wahrscheinlich konnte er einen Kaffee mit Wumms gebrauchen) und sein Kopf erinnerte an Calimero.

 

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